2011-04-15 Santiago Revival und dann nach Ecuador

Hola, wieder in Santiago. Der Flug war nur 2 h verspaetet und ich war auch nur n bisschen zu frueh am Flughafen… egal. Am Ende bin ich gut angekommen und bei A und H gab es grade Kuerbissuppe (mit thailaendischem Curry scharf gemacht). War ein sehr netter wenn auch auf Grund meiner spaeten Ankunft eher kurzer Abend.

Die naechste Station ist Ecuador und es wird dann auch das letzte Abenteuer auf der Reise sein. Am ersten Mai fliege ich nach Buenos Aires und ein paar Tage spaeter geht der Flug ueber den Teich nach London. Nach 13 h in der grossen Konservendose wird es ein Huepfer von England nach Frankfurt und am 5. Mai bin ich wieder da. Ab da duerfen alle wieder anrufen 🙂

Also morgen Frueh wieder frueh raus und dann ein Taxi jagen, im Anschluss einen ziemlich umstaendlichen Flug nach Quito (ueber Bogota, das ist in Kolumbien) bekommen und dann bin ich da. Ein Hostel hab ich auch schon, A ist auch da und wir koennen uns vielleicht noch kurz treffen. Also bis bald… 😉

Latinfloh

2011-04-14 Adios San Pedro

Es wird definitv einen nächsten Besuch geben, das Dorf ist so nett und entspannt, daß man wieder herkommen will. Muß. Ich muß wieder herkommen, weil ich keinen Vulkan erklettert habe und auch die tollsten Thermen der Welt nicht gesehen/erschwommen habe – Low season ist nicht nur toll.

Also bin ich 1,5 Tage sehr entspannt durch das Dorf gegangen und habe mir die Wüste aus nächster Nähe angesehen. Wolkenloser blauer Himmel vor einem Vulkankegel hat schon was.

Jetzt gleich geht es zum Bus nach Calama, von da mit dem Flieger nach Santiago und dann bin ich gegen acht in Santiago. Und morgen gehts weiter…

Grüße vom Reisefloh

2011-04-11 Ojos de Ceja

Die Augen sind Salzseen in der Salzpfanne. Das Wasser ist eine gesättigte Salzlösung und dichter als das Wasser im Toten Meer. Ein Merkmal von einer gesättigten Lösung ist Bodensatz – also Salz am Boden der Lösung. Bei einem Gefäß aus Salz kann man also von einer 100%igen Sättigung ausgehen 🙂

Tja und sonst… schön isses. Hier ein paar Bilder:

2011-04-10 April im Altiplano

Das Altiplano macht, daß man sich so fühlt wie’s da steht, alt und plan im Kopf. Durchschnittlich auf 3500 m Höhe ist es vorallem ganz schön frisch. Der Mahaindrajeep hatte seine liebe Not die Schotterpisten raufzukommen und schnaufte wie ein dicklicher Rhadscha. Die Landschaft – tja. Wenn ich noch mehr unwirkliche Schönheit beschwöre mache ich mich lächerlich, es ist aber so schön! Weites Land und hohe, schneebedeckte Berge. Davor steppenartig bewachsene Hänge, keine Bäume, blasige Lavafelsen und Flußoasen. Schließlich auf 3500 m Bergseen, kalt und blau. Im Winter frieren sie zu und auch jetzt war es nicht wirklich warm. Gespeist werden die Seen von den Niederschlägen aus den Anden und geothermischem Wasser. Vermutlich sind die Seen 1500 m tief. Die Yaks haben Geschwister im Geiste, es gibt eine Llamaart (Pekuñas), die über 4000 m lebt sehr schön und ein wenig hochnäsig und total unzähmbar ist, leider haben wir die nicht gesehen, dafür allerhand Vögel.

Ganz am Anfang sind wir in den Salar de Atacama gefahren, das ist die Salzpfanne und hier steht man nicht nur auf einer 2000 m dicken Salzkruste, sondern kann auch den Flamingos beim Frühstücken zu sehen. Hier gibt es drei von fünf Arten, den Anden-, den chilenischen und den Jamesflamingo. Die jungen sind noch fast weiß, erst im Laufe der Jahre (es können 25 werden), färbt sich das Gefieder rosa. Das liegt an den Krebschen (YPS läßt grüßen), die in dem hochsalzigen Wasser leben können und die das Grundnahrungsmittel für die Flamingos und Watvögel sind.

Es ist überhaupt sehr erstaunlich was in dieser Salzwüste lebt. Das Wasser an der Oberfläche ist Salzlake und das am Grund auch, der Ursprung ist verschieden. Die Verdunstung konzentriert alles an und trotzdem leben die Krebschen (wenn’s ganz trocken wird gibt es Cysten als Rettungskapseln), eine ganze Reihe Vögel, Insekten und eine Maus hier. Manchmal verirrt sich ein Fuchs hierher, aber dem sind die Mäuse zu salzig.

Das Salz selbst ist nicht so wirklich genießbar, zu viel Bor und Sulphat. Lithium hilft zwar gegen Depressionen ist aber auch keine Dauerlösung – also alles sehr lebenslustig, was hier trotzdem kreucht und fleucht.

Auf dem Rückweg kamen wir noch durch Flußoasen und einen kleinen Wald – darin tummelten sich ein paar Llamas und Ziegen und hinter dem Wald standen wilde Esel. Wer das nächste Mal einen Burrito bestellt, sollte wissen, daß das ein „Eselchen“ ist 🙂 Ich habe mich dann mal ins Bett verzogen, bin immernoch platt und hoffe, daß ich meine Vulkantrek bekomme.

2011-04-09 San Pedro de Atacama

Eine der trockensten Orte dieser Welt und was passiert wenn ich da bin? Richtig, es regnet. Und zwar nichtnur ein bißchen. Von Anfang an erzählt lautet die Geschichte folgendermaßen:

Gestern Abend sind wir im Rudel essen gegangen, typisch sollte es sein, also europäische Einflüsse verlateinamerikanischt. Und ganz wichtig sind Meeresfrüchte und Avocados – die heißen hier Palta. Und schmecken wie die Sünde auf Erden. Also nett war s und wir sind trotzdem früh wieder daheme gewesen, weil so ne Woche mit spanisch Unterricht und nem Flug um acht Uhr fertig machen.

Hier noch ein paar Schüsse schnapp:

Der Flug war dann aber unspektakulär – ich habe nämlich geschlafen. Sonst gibt es viel trockene Berge und trockene Canyons zu sehen. Spannend sind die Farbwechsel und die Muster, die Wind und Regen auf dem Boden hinterlassen.

Kaum hier habe ich mir ein Dormitorio gesucht und bin in einem Dreier gelandet. Nachmittags hab ich es noch in das Valle de la luna geschafft. Zwischen den Anden und den Küstenkordillieren gibt es Salz, etwa 2 km dick und ganz schön alt. Lithiumoxid, Borate und Sulphate liegen hier so rum und werden abgebaut. Die Cordillias de sel sind das was sie heißen, Berge aus Salz. Man kann famos überallrumklettern und die wirklich absurdschöne Landschaft genießen. So zum Beispiel:

2011-04-03 Pichilemu – surfen im Humboldtstrom

Etwas drei Stunden Autofahrt südlich von Santiago ist ein Küstenörtchen namens Pichilemu. Den Surfern könnte es ein Begriff sein, da lebt einer der tollsten Big Wave Surfer der Welt. Dem ich übrigens begegnete. In Chile kennt sich ungefähr alles, was sport macht. Die Frauentruppe, die jetzt grade zum Dhaulagiri aufgebrochen ist, kreiselt in der selben Wolke.

Wir fuhren also Freitagabend hin und kamen in As Hütte an. Normalerweise ist es ein bißchen bewölkt und wie überall in Chile, dank des Küstengebirges oder der Anden Nachts kalt und tagsüber trockenheiß. Wir hatten zwei unglaublich sonnige Tage trotz 11°C kalter Nächte. Die Landschaft raubt einem den Atem…
Surfen in Chile ist nur was für harte (See-)Hunde, das Wasser ist nämlich kakakakalt. Nach einer Zeit krampfen die Hände und ich habe mit permanent hochgezogenen Füßen auf dem Board gepaddelt weil die Hinterflossen so kalt wurden.

Trotzdem, wenn man es mal schafft aufzustehen und so eine Welle ein Stück zu reiten, das hochgehoben werden, die Geschwindigkeit auf der Welle – phantastisch! Boa! Toll!

Die Farben am Abend sind wie aus dem Tuschkasten gemalt, zartlila, rosa, gelb und rot über der schroff schönen Landschaft.

Die Sterne sieht man dank der klaren, trockenen Luft auch sehr gut. Es ist als rückte der Himmel ein wenig näher an den Betrachter.

Surfen kann man hier nur mit einem dicken Neopren. Und man merkt jedes Loch in der künstlichen Haut, weil das Wasser wirklich saukalt ist. Der Humboldtstrom kommt aus der Antarktis und fließt die ganze chilenische Küste nach Norden. Daher sind die Küstengewässer reich an Leben. Seelöwen gibt es hier, auf spanisch heißen sie Wölfe, Lobos.

Ich könnte mich glatt in die Gegend verknallen. Ok, ist schon passiert. Die Landschaft ist unwirklich schön 🙂


2011-04-01 Santiago de Chile

Der Jetlag nach dem Flug war gigantisch und nach der Ankunft habe ich nicht viel mehr gemacht als zu schlafen.
Am 31. habe ich Andrea getroffen, eine Kletterin, ihres Zeichens Chilenin. Ich kann bei Ihr und Holger bleiben, solang ich in Santiago bin. Das ist toll 🙂
Für Montag habe ich mir einen Sprachkurs gebucht, hoffentlich bringt das was, denn grade verstehe ich nur Bahnhof.
Für das Wochenende ist ein Ausflug an die Küste geplant und ich kann mich mit dranhängen. Chilenen stehen auf surfen, also probieren wir es mal aus.
Gestern nachmittag sind wir noch mal eben in die Precordillieren gefahren, zum Klettern. Wunderschöne Landschaft, mit Kakteen und Bergen. Sieht nicht so schroff aus und muß im Frühling grade zu kitschig sein.


Schöne Kletterei war s auch, keine speckigen Griffe aber ein wenig unintuitiv, man muß sich sehr darauf verlassen was zu finden, denn sehen kann man oft nichts.
Bis später dann.

2011-03-30 Santiago de Chile oder der Weg dahin

Der Weg ist definitiv nicht das Ziel. Nicht wenn man Morgens los eiert (mit dem Zug), eincheckt, nach Neuseeland fliegt, rumwartet, wieder eincheckt und dann laaange über Wasser fliegt. Als Land sichtbar wird fällt auch sofort auf, was in Australien gefehlt hat;  Berge.

Hier gibt es sowas und gleich mit Schnee drauf. Davon können die Aussis mit ihren kleinen Hügelchen nur träumen.

Auch in Santiago gibt es öffentliche Busse und ich komme für 1700 Peso in die Stadt. Jippie.

Lustig war, daß ich für den falschen Tag (für morgen) ein Hostel gebucht habe. Ich bin nach Osten über die Datumsgrenze geflogen und war damit im gleichen Tag, wie dem an dem ich abflog. Muß man nicht verstehen. Hab ich auch nciht geschnallt. Ich habe den 30. März zweimal erlebt, daß heißt ich komme mit einem Tag weniger auf der Platte nach Hause.

Ätsch.

Irgendwann brauche ich etwas zu essen und sonst… Schlaf. bald brauche ich Schlaf.