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Apr
05

2011-04-03 Pichilemu – surfen im Humboldtstrom

Etwas drei Stunden Autofahrt südlich von Santiago ist ein Küstenörtchen namens Pichilemu. Den Surfern könnte es ein Begriff sein, da lebt einer der tollsten Big Wave Surfer der Welt. Dem ich übrigens begegnete. In Chile kennt sich ungefähr alles, was sport macht. Die Frauentruppe, die jetzt grade zum Dhaulagiri aufgebrochen ist, kreiselt in der selben Wolke.

Wir fuhren also Freitagabend hin und kamen in As Hütte an. Normalerweise ist es ein bißchen bewölkt und wie überall in Chile, dank des Küstengebirges oder der Anden Nachts kalt und tagsüber trockenheiß. Wir hatten zwei unglaublich sonnige Tage trotz 11°C kalter Nächte. Die Landschaft raubt einem den Atem…
Surfen in Chile ist nur was für harte (See-)Hunde, das Wasser ist nämlich kakakakalt. Nach einer Zeit krampfen die Hände und ich habe mit permanent hochgezogenen Füßen auf dem Board gepaddelt weil die Hinterflossen so kalt wurden.

Trotzdem, wenn man es mal schafft aufzustehen und so eine Welle ein Stück zu reiten, das hochgehoben werden, die Geschwindigkeit auf der Welle – phantastisch! Boa! Toll!

Die Farben am Abend sind wie aus dem Tuschkasten gemalt, zartlila, rosa, gelb und rot über der schroff schönen Landschaft.

Die Sterne sieht man dank der klaren, trockenen Luft auch sehr gut. Es ist als rückte der Himmel ein wenig näher an den Betrachter.

Surfen kann man hier nur mit einem dicken Neopren. Und man merkt jedes Loch in der künstlichen Haut, weil das Wasser wirklich saukalt ist. Der Humboldtstrom kommt aus der Antarktis und fließt die ganze chilenische Küste nach Norden. Daher sind die Küstengewässer reich an Leben. Seelöwen gibt es hier, auf spanisch heißen sie Wölfe, Lobos.

Ich könnte mich glatt in die Gegend verknallen. Ok, ist schon passiert. Die Landschaft ist unwirklich schön 🙂


2 comments

  1. Jan says:

    Hi Nina,

    fantastische Reise! So einen blauen Himmel sieht man viel zu selten in DLand! Superstranger Tang (wenn das Tang ist…)

    Dicke Grüße aus Ddorf!

    1. admin says:

      hola,
      jau! der himmel ist blau! und die küste der hammer.
      der tang ist kelp und man kann ihn sogar essen – der chilenische spinat: supergesund, aber die kinder hassen es 🙂

      saudicke grüße aus santiago :-p

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