{"id":1654,"date":"2011-02-28T05:40:55","date_gmt":"2011-02-28T05:40:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nomadenfloh.de\/?p=1654"},"modified":"2011-02-28T05:54:01","modified_gmt":"2011-02-28T05:54:01","slug":"2011-02-27-kultur-in-pingyao-und-reisen-zur-besten-zeit","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.nomadenfloh.de\/?p=1654","title":{"rendered":"2011-02-27 Kultur in Pingyao und Reisen zur besten Zeit"},"content":{"rendered":"<p>Pingyao ist eine alte Haptstadt und vorallem das alte Bankenzentrum von China. Es gibt wie in Xi&#8217;an eine vollst\u00e4ndig erhaltene Stadtmauer und viele alte Wohnh\u00e4user. Da die Stadt zum Weltkulturerbe erkl\u00e4rt worden ist, gibt es Bauvorschriften und Reglierungen, soda\u00df man auf der Mauer stehend nach innen schaut und einen Eindruch vom alten China erh\u00e4lt, w\u00e4hrend ein Blick nach au\u00dfen einen Blick auf sozialistisch-leere Pl\u00e4tze und Plattenbauten er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Die alten Gassen und Geb\u00e4ude werden erkundet und es gibt einen Haufen kleiner Museen. Ein Zeitungsmuseum mit alten Drucken, ein M\u00f6belmuseum, das alte Provingericht (mit Verwaltung, Gef\u00e4ngnis und Folterkammer) und die alte B\u00f6rse. Auch die Tempel sind sch\u00f6n erhalten, inklusive der daoistischen H\u00f6lle &#8211; sieht ein bi\u00dfchen nach dem Traum der Katholiken aus \ud83d\ude42 Es wird gefoltert und gestraft, da\u00df es eine Freude ist.<\/p>\n<p>Es f\u00e4ngt an zu schneien und wir rudeln in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden in ein Caf\u00e9 zum Aufw\u00e4rmen.<\/p>\n<p>Das Chinglish auf den Tafeln ist zum Teil sehr lustig und wir kichern obwohl man sich zivilisiert und standardisiert verhalten soll.<\/p>\n<p>Weil Pingyao die Kohlehauptstadt des Landes ist, wird fast ausschlie\u00dflich damit geheizt &#8211; alles ist grau und die Luft ist mit Ru\u00df und Kohle ges\u00e4ttigt.<\/p>\n<p>Vielleicht weil es so winterlich ist und wenig Touristen da sind, hat die Stadt einen morbiden Charme. Unterstrichen von den Gegens\u00e4tzen, wie Pferdekarren mit Maisstroh und E-Bikes in der Innenstadt.<\/p>\n<p>Nett sind auch die vielen, total verdreckten Hunde in Pingyao.<\/p>\n<p>Am Sonntagnachmittag machen wir uns auf den Weg zum Bahnhof &#8211; was in Xi&#8217;an schon ein Abenteuer war, soll hier eine neue Stufe erfahren: Das Neujahr mit der angrenzenden Urlaubszeit ist dieses Wochenende vorbei und die Unis, Schulen, Fabriken, etc. fangen am Montag wieder an. Alles was noch nicht wieder bei der Arbeit ist, reist jetzt.<\/p>\n<p>Der Regionalzug ist schon voll als wir einsteigen und es wird immer voller. Hinterher haben wir \u00fcberschlagen, da\u00df vermutlich knapp 2000 Menschen in dem Zug unterwegs waren. Es wird gedr\u00e4ngelt und gequetscht, bis die Luft knapp wird. Nach einer Viertelstunde Fahrt h\u00e4lt der Zug in einem Kleinstadtbahnhof, vier Leute steigen aus (quetschen sich irgendwie zur T\u00fcr und ploppen aus dem Zug) und 10-20 steigen ein, dies wiederhole man bis man auf 2,5 h Fahrtzeit kommt. Ich stehe im Kupplungsbereich zwischen zwei Wagen, der Raum ist etwa ein Quadratmeter gro\u00df und es sind acht Personen darauf &#8211; mit Gep\u00e4ck.<\/p>\n<p>Wir kommen in der Provinzhauptstadt an (netto Fahrzeit eineinviertel Stunden, Strecke knapp 80 km f\u00fcr 70 Eurocent) und sardinen aus dem Bahnhof, um wieder einzuchecken &#8211; der Schnellzug nach Beijing ist daf\u00fcr nicht ganz so voll und wir haben diesmal Sitzpl\u00e4tze. Um Viertel vor elf sind wir am Bahnhof, stehen 25 Minuten f\u00fcr ein Taxi an und sind erleichtert als wir ankommen&#8230;<\/p>\n<p>Aber sch\u00f6n war&#8217;s doch!<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pingyao ist eine alte Haptstadt und vorallem das alte Bankenzentrum von China. Es gibt wie in Xi&#8217;an eine vollst\u00e4ndig erhaltene Stadtmauer und viele alte Wohnh\u00e4user. 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