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Jan
23

2011-01-22 von Hanoi bis Luang Prabang

Laos hat mich definitiv wieder mit Südostasien versöhnt. Ich habe mich sehr über den letzten Tag in Ha Noi gefreut und bin debil grinsend zum Flughafen gefahren.

Im Shuttle zum Flughafen saß neben Ben (von der Ha Long Tour) auch Julian, der ist Spanier und macht hier Urlaub. Da wir alle nach Luang wollen, kleben wir für die Zeit zusammen und vertreiben uns die Zeit bis wir einchecken können. die letzten 275000 Dong halte ich bereit, für die sagenumwobene Abflugpauschale. Wir checken ein und erkunden den kleinen Flughafen. Der zweite Stock steht fast ganz leer, im Geschoss darunter kann man seine Runden drehen, bis der Aufruf zum Gate kommt. Ich lasse meinen Rucksack durchleuchten und laufe durch den Metalldetektor, es piepst, die Beamtin schwatzt lieber weiter. Meine Wasserflasche wird nicht konfisziert, garnichts. Allerdings wird das Gate noch drei mal geändert, bis das Rudel in den Bus darf. Wir enden an einer Turboprop und steigen ein. Die Maschine hebt ab und landet eine Stunde später in Luang Prabang. Niemand hat meine Departure Tax kassiert.

Es ist deutlich wärmer und eines fällt sofort auf: der Lärm fehlt.

Wir teilen ein Taxi und fahren in die Stadt. Es sind nicht mal vier Kilometer und wir sind bald am Mekong und damit in der Stadt.

Am Tag darauf treffe ich Kerrie und Geoff wieder und wir wollen klettern gehen. Da wir keine Motos bekommen leihen wir gute Räder und wollen zu den kleinen Wasserfällen. Wir radeln los und folgen der Hauptstraße. Der Wasserfall sollte 16 km südlich der Stadt sein. Als wir am Kilometerstein 17 ankommen stellen wir fest, daß wir zu den großen Wasserfällen in Kuang Xi unterwegs sind und die nochmal 13 km weg sind. Die Straße ist ganz gut, es ist hügelig und schön, also weiter bis wir ankommen. Die Fälle lohnen sich dafür sehr. Sie sind enden in Terrassenförmigen Kalksteinbecken und das Wasser ist türkis. Man krabbelt durch den Dschungel nach oben und steht in den Kalksteinbecken – wundervoll. Nachdem wir wieder runtergestiegen sind, gibt es ein kühles Bad und Kekse. Sagte ich kühl? 🙂

Als wir wieder in Luang Prabang sind haben wir 62 km geradelt und merken sie deutlich. Im Utopia gibt es ein Volleyballturnier und Kerrie will spielen, meine Balleghastenie hält mich davon ab und ich verkrümele mich irgendwann.

Wir mieten Motos und fahren los, dieses mal finden wir den Ort zum Klettern (Pak Ou), die Beschreibung ist mies, wir fahren mit einem Boot alles ab, aber die Wände haben keine Haken. Also besuchen wir die nahe gelegene Buddhahöhle. Später stellen wir fest, die Touren hätten rechts davon angefangen.

Der Ort ist wunderschön gelegen, der Mekong fließt mit dem Nam Ou Fluß zusammen. Der Nam Ou ist tiefgrün, der Mekong ist gelblich. Beide haben Niedrigwasser und an den Uferböschungen wird Gemüse angebaut. Außer am Ufer sieht man keine Spuren von Menschenhand. Nur Hügel, Berge, Klippen und die Flüsse.

Kerrie und ich haben an dem Tag noch nicht genug und suchen die kleinen Wasserfälle (Pak Se). Wir kommen spät an, nichts ist los, man kann mit dem Boot übersetzen und ist wieder in der unwirklichen Atmosphäre der Flußlandschaft. Die kleinen Fälle sind etwas enttäuschend in der Trockenzeit, man kann sich nur vorstellen, wie es aussieht, wenn sie Wasser führen. Es ist keine Menschenseele da. Als wir wenig später zum Pier gehen ist niemand da. Eine Schrecksekunde später kommt der Boatman aus dem Busch und wir tuckern nach Pak Se zurück.

Ich entschließe mich meinen Husten (aus Viet Nam importert) auszukurieren und nicht auf den drei Tages Trek mit zu fahren. Ich werde schön in Luang Prabang bleiben und mich erholen.

Den Morgen lang habe ich mir Gedanken gemacht, was ich wo und wie lang machen will.

Eine Möglichkeit ist, langsam über Vang Vien nach Vientiane zu reisen, die Grenze nach Thailand zu überqueren und am 7. Februar von Udon Thani nach Bangkok zu fliegen, der Flug und der Zug kosten 30 € – also ist eher die Reisezeit ausschlaggebend. Mein Flug nach Hongkong hebt um sechs Uhr in der Früh ab, also muß ich sehr früh am Flughafen sein.

Alternativ kann ich mit einem Bus und viel Geduld in 15 nach Chiang Mai kommen. Molly ist ab Anfang Februar da und es wäre bestimmt nett. Ein Flug von Chiang Mai nach Bangkok kostet auch etwa 30 €.

Als letztfavorisierte Möglichkeit könnte ich etwas zügiger nach Bangkok reisen und noch ein-zwei Tage dort verbringen, mich richtig ausruhen. Die Reise nach Beijing wird lang und der frühe Flug stellt mich vor die Wahl im Flughafen zu schlafen oder absurdfrüh ein Taxi zu nehmen. Ich bin versucht die Abendflüge nach Bangkok zu nehmen und dann die Stunden im Flughafen zu bleiben. Um vier muß ich einchecken. wenn ich um neun lande, sind es nur ein paar Stunden. Dafür komme ich erst kurz vor Mitternacht des Folgetages in Beijing an.

Ich denke noch ein bißchen Nach, lade die Bilder hoch und jage später etwas zu essen.

Grüße vom Hustenfloh


2 comments

  1. Nanni says:

    Hallo Nina!
    Schön mal wieder von dir zu lesen! 🙂
    Lass es dir gut gehen, ich verfolge deine Reise! Aus Stuttgart nichts Neues – das Fernweh kommt aber langsam schon wieder..
    Bis bald, liebe Grüße

    1. admin says:

      hallo nanni,

      ich hoffe das fernweh ist nicht zu schlimm… ist die nächste reise schon geplant? hat das mit deinen bewerbungen geklappt?

      viele grüße

      nina

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